deutscher Politiker (Baden-Württemberg); CDU; Präsident des Landtags 1976-1980; Vors. der CDU-Landtagsfraktion 1968-1972
* 5. Januar 1914 Stuttgart
† 24. August 1983 Schwäbisch Gmünd
Wirken
Erich Ganzenmüller, kath., stammte aus Stuttgart. Er besuchte die Oberrealschule, dann ein Lehrerseminar und schließlich die Musikhochschule. Danach wirkte G. als Lehrer an verschiedenen Schularten. 1939-45 war G. Soldat (u.a. Einheitsführer und in Führungsstäben). Nach dem Krieg wandte er sich wieder der pädagogischen Arbeit zu. Er war Professor an der Pädagogischen Hochschule in Schwäbisch Gmünd (Musikerziehung mit Didaktik und Methodik).
Politisch schloß sich G. der CDU an. Er wurde Mitglied des Kreistages und Fraktionsvorsitzender seiner Partei im Gemeinderat der Stadt Schwäbisch Gmünd. In den Landtag von Baden-Württemberg wurde G., der als erstklassiger Bildungsfachmann gilt, erstmals im Juni 1960 gewählt. 1968 wählte ihn die CDU- Fraktion zu ihrem Vorsitzenden.
G.s Art, sich oft wenig differenziert zu einem politischen Thema zu äußern, löste in der Vergangenheit innerhalb der CDU wiederholt Auseinandersetzungen aus. Ein Politikum auf höherer Ebene wurden seine Äußerungen, die G. auf einer CDU-Versammlung in Bad Waldsee im Dez. 1971 gemacht haben sollte. Es ging damals um Informationen, die er angeblich aus deutschen Diplomatenkreisen in Rom erhalten haben wollte, wonach Brandt bei der Verleihung des Friedensnobelpreises seine Hände manipulierend im ...